Psychiatrie
Jede wirksame und heilsame Therapie bei psychiatrischen Erkrankungen muss immer auch eine Schattentherapie sein, deren Ziel es ist, Unbewusstes zu durchlichten und die darin verborgenen Schätze erkennbar und verfügbar zu machen. C. G. Jung formuliert: "Einem Menschen seinen Schatten gegenüberstellen heißt, ihm auch sein Licht zu zeigen... . Er weiß, dass dunkel und hell die Welt ausmachen... . Wer zugleich seine Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte." Ist der Mensch aber in seiner Mitte, ist er im Gleichgewicht mit sich und der göttlichen Ordnung. Dieses Sein ist das Fundament aller Heilung.
Die Ergotherapie behandelt im Fachbereich Psychiatrie Patienten aller Altersstufen mit psychotischen, neurotischen, psychosomatischen Störungen und Suchterkrankungen.

Es kommen Krankkheitsbilder vor, wie z.B.:
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Psychosen, Neurosen und psychosomatischen Störungen
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Depressionen, Manie, Schizophrenie
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Demenz, Morbus Alzheimer, Hirnorganische Psychosyndrom
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Borderline-Persönlichkeitsstörungen
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Autismus, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen
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Essstörungen, Schlafstörungen
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Neurotische Depressionen, Zwangs-, Angstneurosen, Paranoide Persönlichkeitsstörung
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Alkohol-, Drogen-, Medikamenten-, Spielsucht


Ziele der ergotherapeutischen Behandlung in der Psychiatrie:
Entwicklung, Verbesserung und Erhalt von:
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Psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstruktur
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Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
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Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung
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Kognitive Funktionen
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Selbstvertrauen
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Situationsgerechtem Verhalten, sozio-emotionaler Kompetenz und Interaktionsfähigkeit
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Eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit
Die kompetenzzentrierte Methode umfasst einen ergebnisorientierten Ansatz mit prozessorientierten Anteilen, bei dem der Patient ausgewählte Techniken und Tätigkeiten ausführt, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten zu erlernen oder zu üben.
Bei der interaktionellen Methode handelt es sich um ein überwiegend prozessorientiertes Angebot, das auch ergebnisorientierte Anteile haben kann. Dabei steht die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder miteinander im Vordergrund.

Die ausdrucksorientierte Methode beinhaltet einen prozessorientierten Ansatz, bei dem der Patient über kreativ gestaltende Angebote, zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen, Wünschen und Strebungen angeregt wird. Eine Behandlung bei psychischen Störungen ist auch angezeigt, um bei der Verarbeitung eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufes zu helfen oder den praktischen Umgang mit einer bleibenden schweren Schädigung zu verbessern.
Ziel unserer Arbeit ist es, mit Ihnen zusammen Antworten auf wesentliche, Ihr Leben bestimmende Fragen zu finden und Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen, z.B. durch:
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Beratung
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Gesprächstherapie
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Ganzheitliche Psychosomatik
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Bausteine aus der Kunst- und Gestaltungstherapie
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Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Autogenes Training)
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Meditationen, Bilderreisen
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Psychologisch-systemische Beratung
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Aufstellungsarbeit mit Figuren und Bildern
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Traumalösung bei familiären Verstrickungen und übernommenen Lebensmustern
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Cogpack
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Ganzheitliches Gedächtnistraining (Gruppentherapie)

Die Menschen machen weite Reisen,
um zu staunen über die Höhe der Berge,
über die riesigen Wellen des Meeres,
über die Länge der Flüsse, über die Weite des
Ozeans und über die
Kreisbewegung der Sterne. An sich selber aber gehen
sie vorbei, ohne zu staunen.
Augustinus
